Karibu Tanzania! – Meine Ankunft und die ersten Tage in Daressalaam

Am 01.09.2018 ging mein „Weltwärts“-Jahr los. Ich bin von dem Flughafen Hannover, zusammen mit Lydia, losgeflogen. Zuerst ging es für uns nach Zürich und dort haben wir dann auf Miri gewartet. Zu dritt sind wir in den Flieger nach Nairobi/Daressalaam gestiegen. Fanny ist leider nicht mit uns geflogen, weil es Probleme mit ihrem Visum gab.
Mein erster Langstreckenflug ist angenehmer, als ich dachte und die 10 Stunden gehen, dank mehreren Filmen, schnell um. In Nairobi bleiben wir im Flugzeug sitzen und fliegen dann nach 40 Min weiter nach Daressalaam. Nach einer weiteren Stunde kommen wir dann in Tansania an. Es ist draußen mittlerweile schon dunkel und wir sehen nicht viel von der Stadt. Wir holen unsere Koffer ab, lassen unsere Pässe und Visa überprüfen und gehen zum Ausgang. Draußen werden wir bereits erwartet von einem Mann, der dann unser Gepäck in einen kleinen Bulli lädt. Als Lydia vorne rechts einsteigen will, merken wir, dass hier ja Linksverkehr ist. Also läuft sie auf die andere Seite und wir machen Witze, ob sie nicht fahren will.
Der Fahrer spricht relativ gut englisch und wir lachen viel mit ihm. Er bringt zu einem deutschen Pastorenehepaar, die in Daressalaam leben. Ingo und Almut nehmen uns sehr herzlich auf, obwohl die beiden uns gar nicht kennen. Wir sollen uns wie Zuhause fühlen und in Ruhe ankommen. Wir 3 sind sehr beeindruckt von der Gastfreundschaft und sagen unseren Familien Bescheid, dass wir gut angekommen sind. Danach unterhalten wir uns noch ein bisschen mit den beiden, allerdings merken wir schnell, dass wir viel zu müde sind.

Am nächsten Morgen sind wir unter uns, weil Ingo und Almut zum Gottesdienst gefahren sind. Wir genießen das schöne Wetter und laufen an den Strand. Dort sammeln wir Muscheln und gehen im indischen Ozean schwimmen. Im Wasser berühre ich unbewusst eine Feuerqualle und merke, das mein Arm juckt und weh tut. Außerdem schwillt er etwas an. Wir laufen also wieder zum Haus zurück, ich kühle meinen Arm und creme ihn mit Fenistil ein. Dann setzen wir uns auf die Dachterrasse, spielen Karten und genießen das Wetter.
Mein Arm ist in den nächsten 2 Tagen wieder komplett abgeschwollen und tut auch nicht mehr weh, allerdings sieht man noch die Stelle, an der ich die Tentakel berührt habe.

Am Montag sind wir dann in die Innenstadt gefahren, um Geld zu wechseln und abzuheben. Außerdem mussten wir in das Büro der VEM und uns neue tansanische Simkarten kaufen. Mit meinem Flugticket nach Bukoba verlassen wir das Büro wieder. Abends heißt es für uns wieder Koffer packen und ich versuche alles um so wenig Gewicht wie möglich zu haben. Auf dem Inlandsflug gibt es nämlich strengere Vorgaben und so durfte ich für das ganze Jahr „nur“ 25kg an Gepäck mitnehmen.
Als ich am nächsten Morgen in Bukoba ankam, war ich überglücklich und habe mich einfach auf alles, was jetzt kommt gefreut. Auch wenn es kurz nach der Landung sehr stark angefangen hat zu regnen. Ich wurde von meiner Mentorin Dorice und meinem Sprachlehrer Aron abgeholt. Aron habe ich schon in Deutschland bei meinem Vorbereitungsseminar kennengelernt. Als erstes sind wir zum Office der ELCT (Evangelical Lutheran Church of Tanzania) gefahren. Dort habe ich Frühstück bekommen und wurde vielen Menschen vorgestellt. So konnte ich sofort meine 3 Sätze, die ich auf Kiswahili konnte, anwenden. Dort habe ich dann auch Sister Adventina kennengelernt, sie ist meine Chefin und sie hat mich dann zum Office des Tumaini Children Centers (TCC) gebracht. Wir haben dort allerdings nur auf Dorice gewartet und sind dann in den Stadtteil Kashura gefahren, wo ich wohne. Wir werden herzlich in Empfang genommen von Mama Helena. Sie kümmert sich um das Haus und hilft mir, wenn ich möchte auch im Haushalt. Wir trinken alle zusammen Tee und essen Bananen. Da ich sehr müde bin und gerne meine Sachen auspacken will, lassen mich die Anderen alleine in dem Haus. Ich schaue mich ein wenig um und beschließe dann aber schnell einfach schlafen zu gehen.

2 Responses

  • doris schulz

    Liebe Lisa,
    ich bin auf meinen Wunsch hin in Deinen Verteiler aufgenommen worden. Danke!
    Ich finde es toll von Dir, ein so großes Abenteuer zu wollen und durchzuführen. So wünsche ich Dir auf jeden Fall
    eine stabile Gesundheit, Neugierde und viel Freude an dieser neuen Beschäftigung, ja auch Arbeit, die Ihr tut!

    Es ist schön zu lesen, dass Du so viele nette Menschen schon in den wenigen Tagen des Dortseins kennengelernt hast.
    So bin ich gespannt, wie es weitergehen wird.
    Ich leite diese Post nach Köln zu Christiane und ihrer Familie weiter.
    Herzliche Grüße
    Deine Tante
    Doris Schulz aus Solingen

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  • Babette

    Liebe Lisa,
    ich freue mich, von dir zu lesen! Ich wünsche dir eine tolle Zeit und bin gespannt, auf mehr.
    Viele liebe Grüße aus dem verregneten Deutschland von deiner
    Babette

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