Ein weiterer Beitrag

Hallo, das letzte Mal, dass ich geschrieben habe ist schon eine Weile her(Mittwochvor zwei Wochen) und heute bin ich auch genau einen Monat unterwegs, es kommt mir aber viel kürzer vor. Das Wochenende habe ich ehrlich gesagt nicht so viel gemacht, am Samstag nämlich nur Vormittags einmal kurz mit Oinike gesungen. Das klingt jetzt vielleicht aus dem Kontext gerissen komisch aber um das zu erklären muss ich einen Tag zurück. Am Freitag hatte sie mich nämlich eingeladen mitzuhelfen den englischen Gottesdienst Musikalisch mitzugestalten. Also bin ich Freitagabend mit meiner Ukulele in die Kirche und denke mir nichts Böses. Da angekommen wurde mir dann recht schnell klar, dass das definitiv ein anderes Niveau war als ich erwartet hatte und kam mir mit meiner Ukulele schön doof und klein vor. Ich hatte mir auch schon Akkorde rausgesucht und war bereit, bis sie sehr getragen(also versteht mich nicht falsch, klang schon schön) zu singen und ich immer mal wieder einen leisen Akkord gespielt habe. Schnell wurde mir dann klar, dass ich da so nicht reinpasse und dass ich das mitspielen besser lassen sollte. Nachdem ich das kommuniziert hatte war auch die Probe bald zu Ende und ich wollte mich schon auf den Weg machen als ich gefragt wurde welche Kirchenlieder ich denn so spielen könnte. Ich also kurz überlegt bis ich auf Jesus in my house gekommen bin. Das wurde dann kurzerhand geübt, damit wären wir auch schon wieder bei Samstag an dem ich mit Oinike und zwei anderen Frauen aus der Kirche bei ihr im Büro singe. Am Sonntag haben wir dann als deine Art zwischen geschobenen Auftritt im Gottesdienst gesungen. Abends bin ich dann mit Noni und zwei weiteren Lehrern in die Stadt und dort haben wir uns erst den Strand angeguckt und danach sind wir zum Essen weiter in die Stadt gegangen. Das war sehr lecker, denn ich hab zum ersten Mal das berühmte Nasi Goreng (gebratener Reis) probiert. Danach hat mich Noni noch mit zu einem Krankenbesuch genommen von einem der Kinder aus ihrer Klasse, vorher haben wir noch Früchte und Gebäck besorgt und haben es ihm dann vorbei gebracht. Am nächsten Morgen wollte ich dann in den Kindergarten gehen als ich bemerkte, dass die berüchtigte Hygiene Umstellung sich bemerkbar macht. Also Noni geschrieben, dass ich krank bin und zuhause geblieben und fast den ganzen Tag im Bett verbracht. Am nächsten Tag bin ich dann mit Oinike zum Immigration Office, dort wollte ich meine Arbeitserlaubnis abholen aber es kam mir so vor als hätte ich eine geschlachtete Ziege, den heiligen Gral und ein Erstgeborenes mitbringen müssen. In Wirklichkeit fehlten aber nur ein paar Dokumente im Original(die mir die VEM mittlerweile zugeschickt hat und morgen geht es dann nochmal dahin). Am Mittwoch hat Oinike dann angefangen mir ein bisschen Indonesisch beizubringen, dafür bin ich sehr dankbar, denn mittlerweile stört es mich nochmal auf einer anderen Ebene, dass ich nicht mit den Leuten kommunizieren kann. Naja auf jeden Fall am Samstag habe ich mich dann relativ spontan mit zwei deutschen Freiwilligen getroffen(von denen ich ein oder zwei Tage vorher erfahre hatte). Ihre Einsatzstelle ist ein bisschen Außerhalb von Gunnungsitoli und sie waren zum einkaufen in der Stadt und hatten dann gefragt ob ich Lust hätte mit ihnen zu Mittag zu essen. Ich musste ne weile überlegen, weil es das erste Mal gewesen ist an dem ich alleine das Gelände verlassen hätte. Aber war dann gar nicht so schwer, ich konnte beiden Mottoradtaxifahrern klar machen wohin ich will und ich glaube ich hab auch nicht viel zu viel bezahlt. In dem Restaurant gab es sogar richtigen Kaffee und eine quasi Burger mit Hähnchen. Sehr lecker, und die beiden waren auch nett, ich konnte es wirklich genießen mal von Angesicht zu Angesicht über ein paar der Probleme und Unterschiede zu Deutschland zu reden und vor allem auch ohne die Sorge, dass durch die Sprachbarriere irgendwas nicht so rübergebracht werden konnte wie es sollte. Sonntag war ich dann morgens wieder im Kindergottesdienst und habe sonst nicht viel gemacht. Gestern das gleich nur ich war im Kindergarten. Heute Morgen machten sich dann mein Kreislauf und mein Kopf bemerkbar, sodass ich schon wieder nicht im Kindergarten war. Naja früher oder später gewöhnt sich mein Körper schon dran.
Das wars fürs erste, schöne Grüße euer Julian.

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