Mein erster Monat in Namibia

Es ist kaum zu glauben, aber mein erster Monat in Namibia ist schon vorbei. Es ist bereits so viel passiert, dass ich nicht alles in einen Blogeintrag packen kann und deshalb nun erstmal nur von meiner Ankunft und meinem Tagesablauf erzählen möchte:

Als Juri (dessen Blog ihr hier auch finden könnt) und ich aus dem Flugzeug stiegen und nach einiger Wartezeit an der Passkontrolle in die Ankunftshalle des Flughafen kamen, wurden wir schon erwartet. Wir wurden vom Flughafen zum Kirchenbüro der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia (ELCRN) in Windhoek gebracht und sahen im Anschluss ein wenig von der Stadt. Nachdem wir die Möglichkeit hatten etwas einzukaufen kamen wir in einem Guesthouse an, in welchem wir übernachten durften. Nachdem wir am nächsten Tag noch ein bisschen mehr von der Stadt sehen durften und auf einem Markt die erste landestypische Mahlzeit (gegrilltes Fleisch mit Maismehlbrei und einer Salsa bestehend aus Zwiebeln und Tomaten) zu uns nahmen, hieß es für mich auf nach Maltahöhe.

Nach etwa 3 1/2 Stunden Fahrt und einem kurzen Zwischenstopp in Mariental (die nächste etwas größere Stadt von Maltahöhe aus)

Banner auf dem Hof zur Begrüßung

wurde ich am Estomihi Hostel, meiner Arbeitsstelle, herzlichst empfangen. Es hing ein Plakat mit der Aufschrift „Willkommen in unserem Hostel“ auf dem Hof, über das ich mich sehr gefreut habe! Nach einem kleinen Snack und Tee mit den Mitarbeiterinnen des Hostels (Sisters genannt), dem Pfarrer der Sigem Parish (meine Kirchengemeinde in Maltahöhe) und seiner Frau, wurde mir mein Zimmer im Hostel und das Haus der Pfarrersfamilie gezeigt.

Gegen 17 Uhr, manchmal auch früher oder später, ist mein Arbeitstag zu Ende und ich gehe zum Haus des Pfarrers, welches auf dem gleichen Gelände liegt. Hier gucke ich zusammen mit ihm und seiner Familie jeden Abend mexikanische Soaps (die sind erstaunlich spannend!) und nebenbei verkaufen wir Pommes Frites an die Leute aus dem Dorf. Manchmal wird auch hier das Wohnzimmer nochmal als Tanzfläche von den Kindern und mir genutzt.

Es arbeiten auch noch zwei andere deutsche Freiwillige in der Primary School. Sie wohnen im Dorf, während das Hostel und die Schule etwas außerhalb liegen. Das Dorf ist allerdings ohne Probleme fußläufig erreichbar, sodass ich im örtlichen Supermarkt einkaufen kann und am Wochenende auch mal bei den beiden anderen Freiwilligen übernachten kann, wenn ich mal etwas Abstand von den Hostelkindern brauche oder einfach was mit gleichaltrigen machen möchte. Versteht mich nicht falsch, ich bin sehr gerne im Hostel und unternehme etwas mit den Kindern, aber die Lautstärke, die 60 Kinder so mit sich bringen, kann halt manchmal etwas zu viel werden, wenn man am Wochenende ausschlafen und seine freie Zeit zum Entspannen nutzen möchte.

Alles in allem habe ich mich sehr gut eingelebt und habe bereits in der Pfarrersfamilie und auch in der Familie der Hostelleitung zweite Familien gefunden! Ich verbringe viel und gerne Zeit mit ihnen und habe neben ihnen auch immer wieder Kontakt zu anderen Bürgern von Maltahöhe, wenn es auf Geburtstage oder Grillabende („Braai“ genannt) geht. Ich unterhalte mich viel und gerne mit den Leuten hier, auch wenn ich zufällig Gemeindemitglieder beim Einkaufen treffen und habe schon einiges über Land und Leute gelernt. Dazu aber mehr in einem der nächsten Blogeinträge!

Bis bald!

Eure Jule aka Sophie, wie ich hier üblicherweise genannt werde (auch dazu mehr in einem späteren Post)

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